Unser Kundenbrief
frisch aus der Ökokiste


Liebe Leut‘,

nachdem das neue Kundenbriefthema - der Butterpreis - heute auf dem Boßhammersch Hof die Runde gemacht hat, richtete sich das Augenmerk des ein oder anderen Mitarbeiters unmittelbar auf die düstere Zukunft des Butterbrotes, gefolgt von einfallsreichen Ideen wie man sich auf dem Weg zum Buttergenuss ein paar Groschen sparen könnte oder ob es nicht auch einfach Margarine tut. Fahrer Olaf schwärmt von Butter. "Man muss die Butter auf seinem Butterbrot richtig schmecken." Lukas vom Kundendienst versucht ihm stattdessen Margarine schmackhaft zu machen. Butter kommt ihm nicht auf´s Sonntagsbrötchen. Auch ich schließe mich - halb versunken in Lesestoff zum Thema Butterpreis - gedanklich Olafs Meinung an und habe direkt das unglaublich leckere, gebutterte Rösterbrot, wie wir es als Kinder nach einem langen Aufenthalt im Freien auf dem Kohleofen zubereitet haben, vor Augen.

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Doch zurück zum Alltag: Wieso ist die Butter trotz sinkendem Milchpreis so teuer geworden? Noch in den 1950er Jahren wurden landwirtschaftliche Erzeugnisse als Folge der Unterproduktion subventioniert. Bauern erhielten in diesem Zuge staatlich garantierte Abnahmepreise für ihre Produkte. Dieser Anreiz förderte einen sprunghaften Anstieg der Getreide-, Vieh- und Milchproduktion. Gegen Ende der 1970er Jahre wurde auf dem konventionellen Markt schließlich mehr produziert als benötigt. Der Staat kaufte überschüssige Mengen zur Lagerung auf. Die Butterberge waren geboren. Um die Überproduktion in den Griff zu bekommen wurde 1984 die Milchquote eingeführt. Damit reglementierte man, wie viel Milch jeder Betrieb erzeugen durfte. Überproduktionen wurden sanktioniert. Im Jahr 2015 schaffte man die Milchquote ab. Der Milchpreis sank und viele der konventionell wirtschaftenden Bauern stellten ihren Betrieb ein.

In den Folgejahren sollen klimabedingte Produktionseinbusen in wichtigen Erzeugerländern wie Australien und Neuseeland das globale Preisniveau erhöht haben. Gleichzeitig heißt es, dass die Nachfrage nach Milch und Milchprodukten gestiegen sei und Butter zudem gerne als Substitut für Palmöl genutzt werde. Auch die nach China exportierte Milchmenge konventioneller Betriebe sei seit 2016 deutlich gestiegen. Hinzu kommt, dass es sowohl für konventionelle als auch ökologisch erzeugte Milchprodukte wie Butter keine Lagerbestände mehr gibt.

Der Angebotsrückgang als Folge der Verdrängung kleinerer bzw. nicht überlebensfähiger konventioneller Betriebe bei gleichzeitig steigender Nachfrage nach Milch und Milchprodukten spiegelt sich nun auch im Preis für Butter wieder. Dies gilt auch für Biobutter. Schließlich gibt es Molkereien, die statt eigenständiger Bio-Preise feste Bio-Zuschläge auf den konventionellen Milchpreis zahlen. Steigende Preise für konventionelle Erzeugnisse steigern, zusammen mit einer erhöhten Nachfrage nach der ohnehin knapperen Biomilch, auch deren Preis. Auf eine günstige Weihnachtsbutter, wie man sie zu Zeiten der Butterberge zur Verfügung stellte braucht man wohl für die Weihnachtsbäckerei, das leckere Rösterbrot oder Sonntagsbrötchen nicht zu hoffen. Wir vom Boßhammersch Hof dürfen zunächst mal gespannt bleiben, ob sich unser Fahrer Olaf auf Empfehlung von Lukas auf Margarine einstellt oder sich dem Preisanstieg der Butter hingibt.

Übrigens: Wer Butter - mehr oder weniger - selbst herstellen möchte benötigt lediglich ein Schraubglas und Schlagsahne. Die Schlagsahne sollte zuvor etwa einen Tag bei Raumtemperatur gelagert werden. Anschließend das Glas zur Hälfte mit der Schlagsahne füllen und kräftig schütteln. Fertig ist die eigene Süßrahmbutter.


Wir wünschen eine schöne Woche
Eure Kistler vom Boßhammersch Hof

Bosshammersch´
kleine Warenkunde

Ingwer

Wussten Sie´s schon?

Es heißt, dass Konfuzius, der berühmte Philosoph des fünften Jahrhunderts vor Christus, mit jeder Mahlzeit Ingwer zu sich nahm. Zum Glück dürfte dieser nicht schwanger gewesen sein, denn zu viel Ingwer kann Wehen auslösen. Deshalb sollte man ihn in der Schwangerschaft nur niedrig dosiert einnehmen.

Wo kommt´s her?

Der Ingwer stammt ursprünglich aus dem schwülen Tropendschungel Mittel- und Südostasiens. Woher genau, das lässt sich heute nicht mehr sagen.

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Was ist drin?

Zubereitungen aus dem Ingwer-Wurzelstock werden antioxidative, antiemetische (gegen Übelkeit und Erbrechen), entzündungshemmende, sowie anregende Effekte auf die Magensaft,- Speichel- und Gallenbildung sowie die Darmfunktion zugesprochen und daher insbesondere in der asiatischen Alternativmedizin traditionell auch zur Behandlung von Rheuma, Muskelschmerzen oder Erkältungen verordnet.

Ein besonderes Einsatzgebiet des Ingwers ist die Wirkung gegen Übelkeit. Er kann gegen alle Formen von Übelkeit eingesetzt werden, sei es die "normale" Übelkeit, Seekrankheit oder auch Reiseübelkeit. Dagegen einfach eine dünne Scheibe von einer Ingwer-Wurzeln abschneiden und darauf herumkauen.

Der Geruch des Ingwers ist angenehm aromatisch, der Geschmack brennend scharf und würzig. Wesentliche Bestandteile sind dabei ein ätherisches Öl, Harzsäuren und neutrales Harz sowie Gingerol, eine scharf aromatische Substanz. Außerdem enthalten die Wurzeln auch Vitamin C, Magnesium, Eisen, Calcium, Kalium, Natrium und Phosphor.

Tipp:

Übrigens ist der Ingwer ein wunderbarer Begleiter in der kalten Jahreszeit: Der Verzehr von frischem Ingwer oder Ingwertee schafft im Körper eine wohlige Wärme.

Eine leckere Inspiration
aus der Hofkiste

One-Pot-Linsen - vegan

Zutaten

    150 g Château-Linsen
    1 Zwiebel, fein gewürfelt
    1 Knoblauchzehe, fein gehackt
    300 g Hokkaido-Kürbis, gewürfelt
    200 g Karotten, in Scheiben
    200 g Zucchini, gewürfelt
    1 TL Thymian, getrocknet
    500 ml Gemüsebrühe
    ½ TL Ingwer, frisch gerieben
    ½ Bio-Zitrone, davon die frisch geriebene Schale
    ½ TL Salz
    Pfeffer
    ½ Bund glatte Petersilie, fein gehackt
    4 EL Kürbiskerne, geröstet

Zubereitung

Linsen, Zwiebeln, Knoblauch, Kürbis, Karotten, Zucchini; Thymian und die Gemüsebrühe in einen Topf geben und unter Rühren zum Kochen bringen.

Das Ganze bei geschlossenem Deckel rund 30 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren.

Kurz vor Ende der Garzeit mit Ingwer, Zitronenschale Salz, Pfeffer und Petersilie würzen, abschmecken und mit den gerösteten Kürbiskernen bestreut servieren.

Tipp: Als säuerliche Komponente kann zur Hälfte der Garzeit auch noch ein geschälter, fein gewürfelter Apfel zu den Linsen gegeben werden.


Rezept aus: "einfach kreativ kochen" von Davert

 

 

Guten Appetit!

Wocheninfo

 

 

 

Ab sofort wieder da:

Rosenkohl (1205)
Apfel Ariwa (1557)
Saftorangen (1710)
Kokosnuss (1952)