Unser Kundenbrief
frisch aus der Ökokiste


Liebe Leut‘,

„Frau Antje bringt Käse aus Holland“- wer kennt ihn nicht aus Kindheitstagen, den berühmten niederländischen Werbe-Slogan. In vielen Köpfen adelte er Holland zum Käseland; doch „wer hat´s erfunden“?
Sollten eher die Schweiz oder Frankreich Wiege der Käserei sein? Völlig falsch - diese Kulturen sind zu jung;  so die Stimmen der Wissenschaft. Sagen und Mythen bedienen sich weniger der Entstehung des Käses als seiner kräftigenden Wirkung. So käste bereits der Riese Polyphem aus Homers Odyssee und auch Prophet Zarathustra pries sein Potential.

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Käse wurden bereits als Bestandteil von Opferzeremonien im alten Mesopotamien nachgewiesen. So zeugt eine alt-sumerische Bilddarstellung von der vorchristlichen Käseproduktion im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris. Nicht Königin Beatrix sondern Göttin Nihar-Sag wurde mit Käsespeisen milde gestimmt. Ob Ihr erstes Käsegeschenk ein Zufall war? Göttliche Priester ließen Milch als Opfertrank einige Zeit stehen; unter der Einwirkung von Wärme, Luft und Milchsäurebakterien entstand nach einigen Tagen der erste Sauermilchkäse. Welcher Priester sich versündigte, die Göttergabe probierte und für produktionswürdig befand, ist nicht übermittelt. Ähnliche Karriere sagt man dem Labkäse nach. Hirten sollen -unbeabsichtigt- für seine Entstehung verantwortlich sein. Während die Schäfer ihre Tagesration an Milch in Beuteln aus Schafsmägen transportierten, taten Reste des Verdauungsferments das ihrige - durch den Einfluss von Wärme, das Schafmagenlab und die ständige Bewegung entstand der erste Labkäse.
Andere Quellen verantworten steinzeitliche Jäger für die Entwicklung des Labkäses. Sie vermuten den ersten Käse
im Magen eines erlegten Kalbes. Das Tier muss also kurz vor seinem Tod Muttermilch getrunken haben- das Kälberlab verwandelte die Muttermilch zum vermutlich schmackhaften Käse.

Weltweit genießt man heute mehr als 4.000 Sorten Käse. Überall auf der Welt, wo es milchgebende Tiere gibt, wird Käse gehandelt. Jede Region käst in Tradition, mit regionalen Zutaten; jeder Käser benutzt sein persönliches Rezept in Herstellung und Reifung. Kaum ein anderes Lebensmittel ist geschmacklich so vielfältig gewachsen. Unsere Tour de Kaas macht diese Woche Halt im Süden Europas, nämlich in Italien. Lassen Sie sich Wein und Käse in der Sonne schmecken!


Beste Grüße aus Großseelheim,
Eure Kistler vom Bosshammersch Hof

Tour de Kaas
KW 25 - Italien

Italien - schon Johann Wolfgang von Goethe geriet ins Schwärmen

"Kennst du das Land, wo die Citronen blühn,
Im dunkeln Laub die Gold-Orangen glühn,
Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,
Die Myrte still und hoch der Lorbeer steht,
Kennst du es wohl?
                                    Dahin! Dahin
Möcht' ich mit dir, o mein Geliebter ziehn."

Wer nicht das Glück hat, vor Ort die italienische Küche genießen zu können, kann diese Woche in unserer 'Tour de Kaas' vier ausgewählte Käsespezialitäten Italiens probieren.
Dazu empfehlen wir einen 'Rosso Puglia IGT', ein fein fruchtiger Rotwein aus dem Hause 'Antica Enotria'.


Mit Geschmack, Liebe und Sachverstand für Sie zusammengestellt

„... Genuß ist genauso wichtig wie die Arbeit.”

Katja Kietz - unsere Fachfrau für Käse

Bosshammersch´
kleine Warenkunde

Mangold

Wussten Sie´s schon?

Früher erhielt der Mangold Beinamen wie “Spargel des kleinen Mannes" und "Spinatersatz". Nicht ohne Grund werden zwischen Mangold und Spinat häufig Parallelen gezogen: Aussehen und Zubereitung ähneln sich sehr. Dabei ist der Mangold eigentlich eine Kulturform der Rübe.

Wo kommt´s her?

Seinen Ursprung hat Mangold in Vorderasien und dem Mittelmeerraum. Seit bereits 4000 Jahren soll er schon angebaut werden. Bei uns wird er aus klimatischen und bodenkundlichen Gründen bisher eher zurückhaltend angebaut. Allerdings wird gemunkelt, dass er im 17. Jahrhundert in Deutschland schon einmal „das“ Gemüse schlechthin gewesen sein soll. Heute wird er überwiegend in Italien, Spanien, den Niederlanden und Frankreich angebaut.

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Wie sieht´s aus?

Der Teil des Mangold den wir verzehren, die Blätter und die Stiele, erinnern an Spinat oder auch Rhabarber. Die Blätter sind grün und die Stiele können in den Farben weiß, rot, rosa und orange erscheinen.

Wie verwende ich´s?

Die Qual der Wahl: Mangold harmoniert mit gebratenem Fleisch, Fisch und Eierspeisen. Er ist für Eintöpfe und Aufläufe, herzhafte Kuchen und Salate verwendbar. Serviert wird er sowohl roh als auch gekocht, in Butter gedünstet, gedämpft und überbacken, oder auch als Rouladen Hülle. Sofern Blätter und Stiele zusammen verwendet werden sollen, müssen die Rippen, da sie eine längere Garzeit benötigen, zerkleinert vorgegart werden. Bei getrennter Zubereitung schälen Sie die Stiele vor dem Kochen oder Dünsten ab.

Was ist drin?

Knackig auf Zack: Erntefrischer Mangold (ent)hält, was er verspricht: Provitamin A, Vitamin B1 und B2, Vitamin C, wertvolle Proteine und wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Eisen und Magnesium.

Tipp:

Mangold wird an den Schnittstellen schnell braun, deshalb sollte man das Blattgemüse nach dem Putzen schnell verarbeiten.

Eine leckere Inspiration
aus der Hofkiste

Puten-Mangold Pfanne

Zutaten

    80 g Putenbrustfilet
    200 g Mangold
    100 g Kirschtomaten
    1 Schalotte
    1 kleine Knoblauchzehe
    2 Tl Olivenöl
    Salz, Pfeffer
    50 ml Geflügelfond (aus dem Glas)
    0,5 g Biobin (pflanzl. Bindemittel)
    1 Tl Zitronensaft
    abgeriebene Zitronenschale

Zubereitung

Filet in Streifen schneiden. Mangold waschen, Blätter in Streifen und Stiele in feine Scheibchen schneiden. Kirschtomaten waschen und halbieren, Schalotte und Knoblauch schälen und sehr fein würfeln.
In einer Pfanne 1Tl Öl erhitzen, Fleisch darin unter Wenden in 2-3 Minuten goldbraun anbraten, herausnehmen, salzen, pfeffern und warm stellen.
Schalotte, Knoblauch und Mangoldstiele mit übrigem Öl 5 Min. andünsten, salzen und pfeffern.
Mangoldblätter hinzufügen, kurz andünsten. Fond und Biobin verrühren, dazugeben und in 3 Minuten sämig köcheln. Mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und -schale würzen. Tomaten und Fleisch hinzufügen, noch mal kurz erhitzen.


Das Rezept ist diättauglich - aus dem Buch "Fatburner" vom GU Verlag



Guten Appetit!

Wocheninfo

 

 

 

Ab sofort wieder da:

Feine Wildsalate (1019)
Zuckermais (1326)
Landgurken (1332)
Buschbohnen (1350)
Zwiebeln rot (1401)
Apfel Gala (1503)
Trauben kernlos weiß (1901)