Unser Kundenbrief
frisch aus der Ökokiste

Liebe Leut‘,

Kennt Ihr schon das Unwort des Jahres 2017? Dieses hat eine Jury aus Darmstadt gerade aus mehreren Vorschlägen ausgewählt. Es lautet: Alternative Fakten. Seinen Ursprung hat dieser Begriff in der Politik, in der es bekanntermaßen nicht immer darum geht sich faktentreu, also „wahrheitsgemäß“ zu geben. Sicher, das Spiel mit der Wahrheit ist in der Politik wohl seit jeher ein wahrer Balanceakt, dem mal mehr, mal weniger Bedeutung beigemessen wird. Sicher ist allerdings auch die dramatische Entwicklung mit der Wahrheit in der heutigen Politik. Weitgehend akzeptiert ist daher der Begriff des „postfaktischen Zeitalters“, in dem anscheinend auf Fakten verzichtet werden kann. Der Schweizer Physiker und Philosoph Eduard Kaeser sieht hierin die Gefahr einer Demokratie der Nichtwissenwollengesellschaft. Wollen wir denn wirklich nur das glauben, was wir glauben wollen?

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Genug von Politik. Bleiben wir trotzdem noch ein wenig bei dem Begriff der Nichtwissenwollengesellschaft. Denn wir können nicht abstreiten, dass wir auch in Bezug auf unsere Lebensmittel immer weniger wissen wollen. Wir haben schließlich seit 1879 ein Nahrungsmittelgesetz und vertrauen darauf, dass die Hersteller sich daran halten. Das stimmt prinzipiell auch. Nur lassen unsere Gesetze leider immer noch sehr viel zu, was wir klar und deutlich als Verbrauchertäuschung bezeichnen würden. Verbraucherschutzorganisationen wie „food watch“ setzen sich für das Recht der Verbraucher auf qualitativ gute, gesundheitlich unbedenkliche und ehrliche Lebensmittel ein. Sie haben die Täuschungen der Lebensmittelindustrie erkannt und kritisieren, wie die Nahrungsmittelindustrie der Politik die Spielregeln diktiert. Lobbyisten bestimmen, was auf unsere Teller kommt und was wir über unser Essen wissen dürfen! Mal ehrlich, wer weiß schon, was sicher hinter den ganzen E-Nummern verbirgt?
Natürlich passieren Verbrauchertäuschungen auch unter der Deklaration „Bio“. Das finden wir unverantwortlich und versuchen deshalb für unsere Kunden so transparent zu sein, wie es eben geht. Es scheint sogar schon einige zu geben, die sich von Bio-Produkten betrogen oder enttäuscht zeigen. Schwarze Schafe gibt es wohl überall. Und so haben sich jede Menge Mythen – oder eben „Alternative Fakten“ rund um biologische Lebensmittel entwickelt, die nur schwer zu widerlegen, geschweige denn aus einem kollektiven Gedächtnis herauszulösen sind. Trotzdem wollen wir mit einigen dieser Unwahrheiten aufräumen und Fakten schaffen.

Zuerst kommen wir zu einem Mythos, der es in sich hat: „Bio-Obst und -Gemüse unterscheidet sich von Nährstoff- und Vitamingehalt nicht von konventionellen Waren.“

Nun, das stimmt nicht ganz. Vergleicht man nur den Vitamingehalt etwa einer Bio-Orange mit dem einer konventionellen Orange, können unterschiedliche Faktoren für den entsprechenden Vitamingehalt verantwortlich sein. Dass nun jede Bio-Orange mehr Vitamin C hat, kann so einfach nicht behauptet werden. Vieles spricht jedoch für den Bio-Anbau: Gesündere Böden, natürlicher Nährstoffeintrag und, bedingt durch möglichst kurze Transportwege, mehr Frische! Auch wenn Biolebensmittel nicht zwangsläufig mehr Vitamine enthalten als konventionelle Lebensmittel, so enthalten diese in jeden Fall keine Süßstoffe, synthetischen Farbstoffe, Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker und Stabilisatoren! Grund genug?

Ein weiterer Mythos: „Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Unkrautvernichtern auf Obst und Gemüse sind halb so wild. Man kann diese doch einfach unter laufendem Wasser abwaschen.“

Nun, das wäre wirklich toll. Leider befinden sich Rückstände nicht nur auf der Schale sondern auch im inneren der Frucht. Pflanzen nehmen die Chemiekeulen nämlich auch über die Wurzeln auf. Sonst wäre die ganze Pestizid- und Herbizid-Spritzerei der Landwirte ja auch nach jedem Regen zunichte gemacht!

Mythos Nummer Drei: „Bio ist vielleicht für die Tiere gut, für mich als Konsumenten macht das für meine Gesundheit jedenfalls keinen Unterschied.“

Also grundsätzlich spricht sehr viel mehr als „nur“ die glücklichen Tiere für ökologische Tierhaltung: Wir versuchen möglichst ganzheitlich und nachhaltig zu handeln. Das heißt Massentierhaltung ist nicht nur sehr schlecht für das einzelne Tier, sondern darüber hinaus auch auf für die Umwelt und dadurch auch für den Menschen. Auch das Futter macht einen großen Unterschied und wirkt sich auf das entsprechende Produkt aus.
Bio-Kühe zum Beispiel fressen viel Heu und Gras. Ihr Fleisch enthält daher nachweislich mehr gesunde Omega-3-Fettsäuren, ebenso wie Biomilch und -butter. Darüber hinaus sind Antibiotika-Vorsorge Maßnahmen in Bio-Betrieben nicht erlaubt.

Neben der ganzen Unklarheit bleibt eines gewiss: Wir werden weiterhin transparent arbeiten und 100% Bio frisch zu Euch nach Hause liefern! Woche für Woche, Jahr für Jahr. Wir freuen uns über Euer Vertrauen – genauso wie wir uns immer über Eure Nachfragen freuen. Bleibt kritisch und fragt nach!


Eine schöne Woche wünschen
Eure Kistler vom Boßhammersch Hof!

Bosshammersch´
kleine Warenkunde

Chinakohl

Wussten Sie´s schon?

Chinakohl auch Pekingkohl, Japankohl oder Selleriekohl genannt, gehört zur Familie der Gemüsepflanzen und ist ein entfernter Verwandter der anderen Kohlsorten.

Wo kommt´s her?

Im Norden Chinas wurde der Kohle bereits seit dem 5. Jahrhundert angebaut. Durch chinesische Auswanderer fand er erst im 20. Jahrhundert den Weg nach Amerika und Europa. Heute ist der vielseitig verwendbare Chinakohl ganzjährig erhältlich, wobei die Haupterntezeit im Oktober und November liegt.

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Wie sieht´s aus?

Der feste Kopf des Chinakohls weist eine zylindrische Form auf. Seine Blätter sind meist gelbgrün und haben breite, leicht gekrauste Blattrippen.

Wie verwende ich´s?

Für Alle, die mit den anderen Kohlsorten so ihre Probleme haben, ist der leicht bekömmliche Chinakohl eine echte Alternative. Darüber hinaus hat er mit 12 kcal/100g extrem wenig Kalorien.
Er findet seine Verwendung in der Küche als Beilage oder Hauptspeise, roh im Salat, in Suppen, Eintöpfen oder im Wok gegart.

Was ist drin?

Der Chinakohl steht, im Bezug auf Vitamine, den heimischen Kohlsorten in Nichts nach.
Es stecken Vitamin C und K, Kalium, Calcium und Folsäure im Kohl. Als besonderes Highlight stecken hochwertige Aminosäuren und Senfglykoside in einer gesundheitsfördernden Kombination im Chinakohl, wie kaum in einem anderen Gemüse.

Was lagere ich´s?

Wie bei allen Kohlsorten gilt, ein zeitnaher Verzehr garantiert die beste Qualität. Muss er doch einmal ein paar Tage bis zur Verarbeitung warten, geschieht das am Besten im Gemüsefach des Kühlschranks. Jedoch nicht länger als zwei Tage. Kurz blanchiert hält er sich im Gefrierfach ca. vier Monate.

Eine leckere Inspiration
aus der Hofkiste

Chinakohl-Orangensalat mit Walnüssen

Zutaten

    1 kleiner Chinakohl
    50 g Walnüsse
    2 EL Wasser
    1 EL Rohrohrzucker
    2 Orangen
    1 EL Zitronensaft
    1 EL Balsamico, bianco
    3 EL Rapsöl
    Kräutersalz
    Pfeffer, Cayennepfeffer
    Rohrohrzucker

Zubereitung

Chinakohl putzen, waschen und in feine Streifen schneiden. Walnüsse grob hacken. Wasser in eine kleine Pfanne oder kleinen Topf geben, den Zucker dazugeben und auflösen. Dann die Walnüsse darin unter Rühren karamellisieren und herausnehmen. Schale von 1 Orange fein abreiben und den Saft auspressen. Die restlichen Orangen filetieren. Aus Orangensaft und –schale, Zitronensaft, Balsamico, Öl und den Gewürzen eine Vinaigrette rühren. Chinakohl, Nüsse und Orangenfilets mit der Vinaigrette gut vermengen.

Originalrezept aus der Greenbag-Küche



Guten Appetit!

Wocheninfo

 

 

 

Ab sofort wieder da:

Tomaten dunkel (1308)
Passionsfrucht/Maracuja (1658)
Cherimoya (1660)
Blutsaftorangen 2,5kg (1741)
Physalis (1982)