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Bullshit-Bingo: Vegane Mythen im Faktencheck

Vegane Ernährung hat in den letzten Jahren einen beeindruckenden Aufschwung erlebt, begleitet von zahlreichen Mythen und Missverständnissen. Wir zeigen dir die Fakten!

Mythos 1: Der Regenwald wird durch den Sojakonsum von Veganer:innen zerstört.
Es ist richtig, dass für den Anbau von Soja große Flächen Regenwald gerodet werden, insbesondere in Südamerika und den USA. Jedoch werden mehr als zwei Drittel (77 %) der weltweiten Sojaernte als Tierfutter verwendet. Die Nutztiere verbrauchen viel Energie für verschiedene Stoffwechselprozesse, sodass nur 10 bis 35 % für die Bildung von Fleisch, Milch oder Eiern benutzt werden. 19 % des weltweiten Sojaanbaus dienen dem direkten menschlichen Verzehr, woraus 3 % für Tofu und 13% für Öl z.B. zur Margarineherstellung verwendet werden. Die restlichen 4 % dienen der Industrie als Biodiesel oder Schmierstoffe. 

Zum Vergleich: Aus 1,8 kg Sojabohnen kann 1 kg Tofu hergestellt werden. Für 1 Kilo Fleisch braucht man hingegen im Durchschnitt 7 kg Soja. Der Anbau von Soja ist grundsätzlich nicht umweltschädlich, da die Pflanze sich sogar positiv auf den Stickstoffgehalt im Boden auswirkt. Das Problem ist der großflächige Anbau von Monokulturen, die meist aus genveränderten Sorten bestehen und Regenwälder und Grasland verdrängen. Diese führen zu Bodendegradation und Gewässerverschmutzung, unter der besonders die Bevölkerung vor Ort leidet. Hinzu kommen ebenfalls die Transportkosten, die sich vermeiden ließen, wenn Soja durch andere Futtermittel tierspezifisch ersetzt werden würde. Laut dem WWF wurden heimische proteinreiche Futtermittel durch den billigeren Soja-Import verdrängt, obwohl 65 % des heute importierten Sojas durch heimische Futtermittel ersetzt werden könnten. (i)
Bei Taifun, einem Hersteller verschiedener Bio-Tofuvarianten, dessen Produkte du auch bei uns findest, wird ausschließlich gentechnikfreier Soja aus Europa verwendet. Diese Praxis spiegelt wider, dass es möglich ist, hochwertige vegane Lebensmittel ohne den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen herzustellen und dass diese bei uns und generell in der bio-zertifizierten Produktion keine Verwendung finden.

Mythos 2: Veganer:innen bekommen nicht genug Proteine
Viele behaupten, dass Veganer:innen nicht genug Proteine bekommen. Doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass pflanzliche Lebensmittel durchaus mit Fleisch mithalten können. Sojageschnetzeltes und rote Linsen enthalten sogar mehr Protein als Rinderfilet. Eine ausgewogene Auswahl pflanzlicher Nahrungsmittel kann somit deinen Proteinbedarf decken. Wählst du diese Produkte auch noch, wie bei uns, aus ökologischem Landbau, kannst du zudem auch noch das Klima schützen, denn der Anbau proteinreicher Bio-Hülsenfrüchte steigert die Bodenfruchtbarkeit und fördert den Aufbau von Humus, da die Pflanzen sogenannte Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln besitzen, die Stickstoff aus der Luft binden und als Nährstoff in den Boden einbringen.

Mythos 3: Regionale, saisonale oder tierische Bio-Produkte sind nachhaltiger als vegane Bio-Produkte 
Die Ökobilanz von Produkten hängt entscheidend davon ab, ob es sich um Tier- oder pflanzliche Produkte handelt. Selbst die umweltfreundlichsten Tierprodukte haben eine schlechtere Umweltbilanz als pflanzliche Nahrungsmittel. Durch eine vegane Ernährungsweise kannst du somit einen erheblichen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

Mythos 4: Vegane Produkte sind umweltschädlich
Die Herstellung tierischer Produkte geht mit erheblichen Umweltschäden einher, insbesondere durch Methanemissionen von Rindern und den hohen Flächenbedarf für die Tierhaltung. Aber auch der Konsum von nicht heimischem Gemüse kann zur Umweltbelastung werden. So werden rund 80 % der konventionellen Mandeln aus Kalifornien importiert, wo 1 Kilo Mandeln 2.000 Liter zusätzliche Bewässerung benötigt. Um Umweltprobleme zu lösen und die Ausbeutung von Tieren zu beenden, ist ein Umstieg auf den veganen Ökolandbau notwendig. Durch den direkten Verzehr von Feldfrüchten, die du bei uns findest, kannst du lebensmittelbedingte Emissionen drastisch reduzieren.

Mythos 5: Vegane Bio-Produkte sind zu teuer 
Fertigprodukte und vegane Ersatzprodukte können teurer sein, aber der Schlüssel liegt oftmals im selbst zubereiteten Essen. Wenn du Mahlzeiten zu Hause mit Grundzutaten, wie Hülsenfrüchten, Getreide, Reis und Gemüse zubereitest, ist das in der Regel kostengünstiger als der Kauf von verarbeiteten Produkten.

(i) https://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/produkte-aus-der-landwirtschaft/soja/soja-wunderbohne-mit-riskanten-nebenwirkungen