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Bio- und fairgehandelte Produkte sind mittlerweile in jedem Discounter zu finden. Dort wird mit einer hohen Qualität und Nachhaltigkeit sowie Sicherheit innerhalb der gesamten Lieferkette geworben. Zum Teil werden Hersteller:innen-Infos freigegeben, um Verbraucher:innen transparent über Lieferketten zu informieren. Auf den ersten Blick scheint das eine gute Entwicklung zu sein, denn Discounter erreichen eine große Masse an Menschen und könnten eine Wende hin zu fairem Handel ermöglichen. Doch näher betrachtet stellt sich die Frage, sind diese Lieferketten eigentlich wirklich „fair“?

Der faire Handel und auch die Nachfrage nach fairen Produkten hat stark zugenommen. Die Verbraucher:innen in Deutschland geben aktuell pro Kopf durchschnittlich 25,83 Euro für faire Lebensmittel, Textilien und Handwerksprodukte aus. 

Das Problem hierbei ist, dass „fair“ vielseitig definierbar und kein geschützter Begriff ist. So gibt es unzählige Logos und Zertifizierungen, die Dich als Verbrauchenden am Ende nur verwirren, denn jedes Label legt seine Prioritäten individuell aus, einen festgelegten gesetzlichen Standard gibt es nicht.

Produkte und Marken sind mit fairen Logos gekennzeichnet, obwohl sie teilweise nicht einmal einen an faire Standards angelehnten Mindestpreis an die Produzent:innen und Arbeiter:innen zahlen. Stellst Du zudem die wenigen fairen ökologischen Produkte der gesamten Produktbreite eines Discounters gegenüber, ist offensichtlich, dass der faire Handel hierbei größtenteils als Verschönerungs- und Verkaufsstrategie eingesetzt wird. Bio und fair machen sich einfach gut in der Außenwerbung. So hat Lidl zum Beispiel ca. 4300 Nonfood- und Food-Produkte im Sortiment, davon sind allerdings nur etwa 340 Produkte Bio und fadenscheinige 30 fairtrade produziert.

Dabei ist die Bandbreite der Produkte, die fairtrade produziert werden könnten, groß. Denn nicht nur Lebensmittel wie Schokolade, Kaffee oder Orangen, sondern auch Textilien oder Blumen können durch fairen Handel unterstützt werden. Hierbei geht es offensichtlich vorerst nicht um eine Lieferkettenverkürzung, denn viele dieser Produkte lassen sich nicht regional bei uns anbauen. Es geht vielmehr um langfristige Handelsbeziehungen auf Augenhöhe, menschenwürdige Arbeitsbedingungen und auch um einen umweltverträglichen Anbau und den Verzicht auf Pestizide. Denn was haben Mitarbeiter:innen von fairen Bedingungen, wenn sie durch den Einsatz von Pestiziden krank werden? Deshalb gehört für uns der “Öko-Aspekt” unmittelbar zu den Bedingungen eines Zertifizierungssiegels.

Damit aber für Endverbraucher:innen seriöse faire Anbieter:innen von Scheinanbieter:innen unterschieden werden können, müsste zunächst erstmal Klarheit durch nachvollziehbare, festgelegte allgemeingültige Fairhandels-Kriterien geschaffen werden. 

Um alle unsere Produkte 100% bio nennen zu können, braucht es keine extra Labels, denn unsere Schokolade, Bananen, Kaffee und vieles weitere schließen durch Bio-Zertifizierungen automatisch den Einsatz von Pestiziden aus. Außerdem werden durch enge, direkte, partnerschaftliche Handelsbeziehungen unserer Lieferant:innen mit ihren Produzent:innen ausbeuterische Zwischenhändler vermieden und faire Arbeitsbedingungen gewährleistet.