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Liebe Leut’,

Eier zu Ostern? Es müssen unsere sein!

Eier sind doch Eier, oder? Sprichwörtlich gleicht eines dem anderen, aber der Kern der Sache liegt immer unter der Schale. Um den Unterschied zwischen den Eiern aus dem Supermarkt und unseren Eiern zu erkennen, ist ein Blick auf den Kern der Sache unabdingbar! Denn manche unserer Lieferanten beliefern auch Supermärkte, und vielleicht habt Ihr sogar schon mal einen Euch bekannt vorkommenden Eierkarton im Supermarkt entdeckt. Bei der Betrachtung des Preisschildes dürfte es Euch den Atem verschlagen haben. Warum sind dieselben Eier bei Eurer Ökokiste so unverschämt teuer? Das liegt daran, dass wir nicht unverschämt unfair mit unseren Partnern umgehen. Wie ein Supermarkt in den letzten Monaten mit einem meiner Lieferanten umging, hat MIR nämlich den Atem verschlagen:

Anfang dieses Jahres fragte ein langjähriger Lieferant an, ob wir auch Eier von ihm abnehmen würden, wenn seine Haltung nur noch den EU-Bio Normen entspräche und nicht mehr den höheren Vorschriften seines Haltungsverbandes. Eine Minderung der Haltungskriterien kommt für uns natürlich nicht in die Kiste, und die Anfrage hat mich sehr verwundert. Denn ich weiß, dass unsere Landwirte Hühner aus Überzeugung halten und sich beispielsweise Mobilställe angeschafft haben, um die Lebensqualität ihrer Hühner zu verbessern. In einem Gespräch habe ich erfahren, dass der Landwirt selbst unzufrieden mit seiner Anfrage war, aber dass er sich anders nicht mehr zu helfen wusste. Seine Eier liefert er zu rund einem Zehntel an uns und zu einem weiteren Zehntel an kleine regionale Betriebe, wie Metzgereien. Die restlichen Eier verkauft er an Supermärkte in seiner Umgebung. Die Märkte werben mit den hervorragenden, regionalen Eiern. Allerdings haben diese Supermärkte schon seit langer Zeit keine Preiserhöhung mehr akzeptiert, während die Erzeugungskosten in den vergangenen Jahren stetig gestiegen sind. Weil Hühner keine Maschinen sind, die man bei Bedarf an- und abschalten kann, hat der Landwirt diese Situation mit großer Unzufriedenheit akzeptiert.

So eine Preispolitik bedeutet für die Familie, dass der Stundenlohn für Ihre unternehmerische Tätigkeit de facto weit unter den Mindestlohn sinken kann. Alle Versuche, einen höheren Verkaufspreis durchzusetzen, scheiterten, währenddessen fragte der Supermarkt sogar noch mehr Eier an, da die Eier des Landwirts sehr beliebt seien. Anstatt mehr zu zahlen, könne der Landwirt vielleicht noch an einer anderen Stelle sparen? Nun, wenn der Landwirt kein Teil mehr eines Bio-Haltungsverbandes wäre, dann würden Lizenz-, Kontroll- und Anschaffungskosten sinken. Wenn die Bruderhähne beispielsweise konventionell aufgezogen werden würden, könnte er jährlich einen vierstelligen Betrag sparen. Sein Verband besteht allerdings darauf, dass auch die Bruderhähne nach den besseren Bio-Maßstäben aufgezogen werden. Laut den Verantwortlichen im Supermarkt spiele es für die Kunden keine Rolle, ob der Landwirt Teil eines Verbandes sei oder nicht; die Kunden wollen einfach Eier aus Ihrer Region. Der Supermarkt drohte sogar, sich nach einem anderen Lieferanten umzusehen, wenn der Landwirt weiterhin auf eine Preiserhöhung bestehe. Die Abhängigkeit ist perfekt. Um sich dem Diktat des Handels zu entziehen, fehlt es unserem Partner an Kraft und Alternativen. Und auch ich konnte in meinem Netzwerk keine Alternativen für den Erzeuger finden. Wir erhalten unsere Eier von insgesamt vier Höfen und sind bereit, unseren Erzeugern mehr Geld zu zahlen, als es Supermärkte sind. Wir achten Mensch, Tier und Natur und gehen mit unserer Macht verantwortungsbewusst um. Das bedeutet auch, dass wir uns unsere Vorstellung einer artgerechten Haltung nicht von Supermärkten diktieren lassen möchten und keinen Qualitätsverlust hinnehmen können. Ihr schenkt uns mit jedem Einkauf das Vertrauen und bestätigt uns darin, dass wir das Richtige tun. Wir stehen weiterhin dafür, dass unsere Lebensmittel Ihren Erzeugern einen fairen Lebensunterhalt sichern.

Wir wünschen Euch unbeschwerte Osterfeiertage
Eure Kistler:innen vom Boßhammersch Hof

Rezept der Woche KW14

Gemüselasagne mit Spitzkohl und Möhren