Nicht weiter als bis zum nächsten Dorf
Als Mitglied im Verband Ökokiste e. V. loben wir nur Produkte als regional aus, die im Umkreis von 200 km erzeugt werden. Das ist der offizielle Richtwert. In der Praxis sieht es aber noch besser aus: Bei über 90 % unserer regionalen Lieferanten unterschreiten wir diesen Wert um mehr als die Hälfte. Das heißt, das meiste dessen, was wir als regional kennzeichnen, kommt aus eurem direkten Liefergebiet – oft aus dem Nachbardorf, aus dem Tal nebenan, vom Hof, an dem ihr auf eurer Lieblingsradtour vorbeifahrt.
Die Kiste folgt der Ernte – nicht umgekehrt
Wir machen es anders als viele: Wir richten unser Sortiment nach dem aus, was unsere regionalen Erzeuger:innen gerade ernten – nicht nach einem fixen Katalogangebot. Wenn Andreas Hanisch, Petra Ritter oder Uwe Engelhard gerade Kohlrabi, Kartoffeln oder Zucchini haben, dann landet genau das in eurer Kiste.
Das bedeutet auch: Wenn die Saison etwas nicht hergibt, weiten wir den Einkaufsradius Schritt für Schritt aus – Deutschland zuerst, dann Österreich, Italien oder Frankreich, und erst danach Spanien oder Griechenland. Dabei bevorzugen wir immer Verbandsware gegenüber einfacher EG-Bio-Ware, weil uns Tierwohl, Fairness und Artenschutz wichtig sind.
Preise, die passen – für echte Familienbetriebe
Wir kaufen direkt ein, ohne Zwischenhändler. Das gibt uns die Möglichkeit, unseren Lieferant:innen überdurchschnittliche Preise zu zahlen – orientiert am Großhandel, aber ohne den Aufschlag eines weiteren Mittelmanns. Besonders am Herzen liegen uns dabei kleinere Familienbetriebe, die vielleicht ohne modernste Maschinen wirtschaften, dafür aber mit Handarbeit, Leidenschaft und Überzeugung. Wir sehen unsere Preisstrategie als Werkzeug, um die Vielfalt der Landwirtschaft in unserer Region zu erhalten.
Auf Augenhöhe – nicht nur beim Preis
Fairness bedeutet für uns mehr als ein guter Einkaufspreis. Wir planen gemeinsam mit unseren Erzeuger:innen den Anbau, garantieren verlässliche Abnahmemengen und stehen flexibel an ihrer Seite – auch wenn die Ernte mal früher, später oder kleiner ausfällt als gedacht. Schlechtere Erntebedingungen sind kein Grund für Vertragsstrafen bei uns. Und wenn mal mehr geerntet wird als erwartet, nehmen wir die Übermenge gerne ab.
Unsere Lieferant:innen sind keine Nummern in einem System. Wir besuchen sie, laden sie zu uns ein – manchmal auch einfach zum gemeinsamen Grillabend. Mit unserer Winzerin organisieren wir Online-Weinverkostungen. Das sind Beziehungen, die weit über Handelsbeziehungen hinausgehen.
40 % – und wir wollen mehr
Im letzten Prüfzeitraum 2025 lag unser Regionalanteil bei 40 % des gesamten verkauften Obsts und Gemüses. Das klingt nach einer Zahl, aber dahinter steckt eine Menge Arbeit, Abstimmung und Überzeugung. Unser Ziel: noch mehr.
Die Einhaltung unserer Regionalziele wird übrigens jährlich unabhängig durch unsere Biokontrollstelle geprüft. Transparent, verbindlich, nachvollziehbar.