Olivenöl nativ
Wo kommt’s her?
Olivenöl wird aus den Früchten des Olivenbaums (Olea europaea) gewonnen, der seit Jahrtausenden im Mittelmeerraum kultiviert wird. Bedeutende Anbauländer sind Italien, Spanien und Griechenland. Klima, Bodenbeschaffenheit und Olivensorte prägen dabei maßgeblich den Geschmack.
Wie wird es hergestellt?
Für natives Olivenöl extra werden Oliven ausschließlich mechanisch – also ohne chemische Verfahren – kalt gepresst oder zentrifugiert.
Nur Öle mit einwandfreiem Geschmack und sehr niedrigem Säuregehalt dürfen diese Qualitätsbezeichnung tragen.
Warum wird Olivenöl bei Kälte fest?
Olivenöl besteht überwiegend aus einfach ungesättigten Fettsäuren (vor allem Ölsäure), enthält aber auch gesättigte Fettsäuren und natürliche Wachse.
Sinkt die Temperatur unter etwa 8–10 °C, beginnen diese Bestandteile zu kristallisieren. Dadurch wird das Öl:
- trüb
- dickflüssig
- flockig
- oder streichfest
Dieser Vorgang ist rein physikalisch und vollständig reversibel.
Sobald das Öl wieder wärmer steht, lösen sich die Kristalle auf.
Je naturbelassener ein Olivenöl ist, desto sichtbarer kann dieser Effekt auftreten.
Wie verwende ich’s?
Olivenöl eignet sich ideal für:
- Salate und Dressings
- Antipasti und Dips
- mediterrane Gerichte
- sanftes Dünsten
Hochwertiges natives Olivenöl extra kann auch moderat erhitzt werden, sollte jedoch nicht dauerhaft starkem Braten oder Frittieren ausgesetzt sein.
Was ist drin?
Olivenöl enthält:
- einfach ungesättigte Fettsäuren
- Vitamin E
- sekundäre Pflanzenstoffe (Polyphenole)
Diese Inhaltsstoffe tragen zur Stabilität und zum charakteristischen Geschmack bei.
Tipp
Olivenöl lagert man idealerweise bei 16–20 °C, lichtgeschützt und gut verschlossen.
Zu kalte Lagerung führt zur natürlichen Eintrübung – zu warme Lagerung kann die Qualität mindern.