Rhabarber
Wie verwende ich Rhabarber?
Rhabarber schmeckt angenehm säuerlich und bringt Abwechslung in die Frühlingsküche. Klassisch wird er zu Kompott, Kuchen, Crumble oder Konfitüre verarbeitet. Auch als fruchtige Grundlage für Desserts und Sirup eignet er sich gut. Wer es herzhaft mag, kann Rhabarber beispielsweise zu Chutney verarbeiten und mit passenden Gewürzen kombinieren.
Rhabarber lässt sich gut mit Milchprodukten wie Vanillesoße, Joghurt oder Quark kombinieren. Das darin enthaltene Calcium kann einen Teil der Oxalsäure binden. Vor der Zubereitung entfernst du die Blätter und schneidest die Stangen an den Enden ab. Je nach Sorte und Beschaffenheit kannst du die äußeren Fasern abziehen. Rhabarber wird üblicherweise gegart.
Wie lagere ich Rhabarber richtig?
Frischer Rhabarber bleibt im Kühlschrank am längsten knackig. Wickle die Stangen dafür in ein leicht feuchtes Tuch oder bewahre sie in einem geeigneten Behälter im Gemüsefach auf. Die Blätter solltest du vorher entfernen, da sie den Stangen Feuchtigkeit entziehen können.
Wenn du Rhabarber länger aufbewahren möchtest, kannst du ihn geputzt und in Stücke geschnitten einfrieren. So hast du auch außerhalb der Saison etwas für Kuchen, Kompott oder Desserts zur Hand.
Was steckt in Rhabarber?
Rhabarber besteht zu einem großen Teil aus Wasser und enthält unter anderem Ballaststoffe sowie verschiedene Mineralstoffe. Charakteristisch ist sein Gehalt an Oxalsäure. Diese kommt natürlicherweise in vielen Pflanzen vor. Beim Kochen geht ein Teil davon ins Kochwasser über. Deshalb sollte das Kochwasser nicht weiterverwendet werden.
Gut zu wissen: Rhabarber ist botanisch ein Gemüse
Auch wenn Rhabarber meist in süßen Speisen landet, zählt er botanisch zum Gemüse. Verwendet werden die fleischigen Blattstiele der Pflanze, nicht die Blätter. Diese sind aufgrund ihres hohen Oxalsäuregehalts nicht zum Verzehr geeignet.
Die Rhabarbersaison beginnt in Deutschland im Freiland meist im April und endet traditionell am 24. Juni, dem Johannistag. Danach bekommt die Pflanze Zeit, sich zu regenerieren und Kraft für die nächste Saison zu sammeln.
Rote Stangen, grüne Stangen: Was ist der Unterschied?
Rhabarber gibt es mit grünen, rötlichen und tiefroten Stangen. Die Farbe allein verrät allerdings nicht zuverlässig, wie sauer eine Sorte schmeckt. Rotstielige Sorten mit rotem Fruchtfleisch sind häufig milder, während grünstielige Sorten oft kräftiger säuerlich schmecken. Entscheidend sind vor allem die jeweilige Sorte und ihre Eigenschaften.